Hochpreisinsel Schweiz: Langsam kommen wir der Sache auf den Grund

Coop unter­nimmt end­lich etwas gegen zu hohe Prei­se
–> Coop-Vize: «Ich bre­che der­zeit einen Ver­trag» — tagesanzeiger.ch

Seit Jah­ren wird in der Schweiz dar­über lamen­tiert, eine Hoch­preis­in­sel zu sein. Doch abge­se­hen von inter­na­tio­na­len Preis­dif­fe­ren­zen als Fol­ge hoher Kos­ten (z.B. für Mar­ke­ting und Dis­tri­bu­ti­on in der Schweiz) sind wir sel­ber an den hohen Import­gü­ter­prei­sen schuld:

  • Wir haben nicht alle tarifä­ren und nicht-tarifä­ren Han­dels­hemm­nis­se besei­tigt.
  • Detail­han­del und End­kun­den haben die hoch­prei­si­gen Import­gü­ter (übri­gens auch die hoch­prei­si­gen Inland­gü­ter) trotz lau­tem “Gemot­ze” immer wie­der wei­ter­ver­kauft bzw. gekauft und damit hohe Zah­lungs­wil­lig­keit und nied­ri­ge Prei­selas­ti­zi­tät signa­li­siert.
  • Das enge Duo­pol von Coop und Migros mit “kom­pe­ti­ti­vem Rand” (Aldi, Lidl, Lan­di et al.) hat bis­her vor­wie­gend koope­ra­tiv gespielt — alle Händ­ler woll­ten an hohen End­kun­den­prei­sen mit­ver­die­nen.

Die­se Spiel könn­te sich jetzt mit der Fran­ken­pro­ble­ma­tik grund­le­gend ver­än­dern — zu Guns­ten der Kon­su­men­ten. Die Poli­tik ist nur gefor­dert, Han­dels­hemm­nis­se zu besei­ti­gen. Die Kon­su­men­ten haben es sel­ber in der Hand, die Anbie­ter zu Wett­be­werb und zu bes­se­ren Preis-/Leis­tungs­an­ge­bo­ten zu zwin­gen.

Ver­ges­sen wir das Geschwätz um die Initia­ti­ven von Bir­rer-Hei­mo und Alt­herr! Das sind unnüt­ze ord­nungs­po­li­ti­sche Sün­den­fäl­le.