Die spinnen, die Deutschen…

… aber bei uns dürf­te es auch sol­che Fäl­le geben. So etwa Ver­brau­cher, die ihren Strom­be­darf künst­lich stei­gern, damit sie als Kun­den für den “frei­en Markt” zuge­las­sen wer­den.

Stromversorgungssicherheit zu 50% Bullshit

Kli­cken Sie auf das Bild, um die “Stu­die” her­un­ter­zu­la­den
(erar­bei­tet von Ener­gie­for­schungs­stel­len der ETH Zürich und der Uni­ver­si­tät Basel)

Ich habe die Zusam­men­fas­sung der Stu­die im Bla­bla­me­ter tes­ten las­sen. Ergeb­nis: Sie ent­hält zu 50% Bull­shit. In der Tat macht die Stu­die etwa fol­gen­de Aus­sa­ge:

  • Sofern im aus­ser­schwei­ze­ri­schen Euro­pa künf­tig genü­gend Strom pro­du­ziert wird, kann die Strom­ver­sor­gung der Schweiz zu jeder Zeit mit­tels Import sicher­ge­stellt wer­den.
  • Und dazu wäre der Abschluss eines Strom­ab­kom­mens mit der EU noch gäbig.

Na, pri­ma!

Sogar der Neu­en Zür­cher Qua­li­täts­zei­tung ist die­se Sache doch lang­sam aber sicher suspekt: Lesen Sie hier.

Unfair niedrige Einspeisevergütungen? Nein!

Radio SRF 1, Espres­so, 11. Febru­ar 2020, 07:52 Uhr:

Wildwuchs bei Vergütung von Solarstrom
Der Solarverband fordert einen höheren und einheitlichen Mindesttarif bei der Vergütung von überschüssigem Solarstrom.

[...] was man in gewissen Schweizer Gemeinden vom Elektrizitätswerk (EW) für seinen überschüssigen grünen Strom erhält, ist mager.

«Unsere grösste Fehlinvestition»
Eine Bündner Bauernfamilie kann ein Lied davon singen. Bei der Planung ihrer Solaranlage versprach man ihnen für überschüssigen Strom eine Vergütung von 30 Rappen pro Kilowattstunde. 
Noch während die Familie die Anlage plant und baut, schafft der Bun die Vergütung ab. Heute erhalten sie für überschüssigen Sonnenstrom acht Rappen pro kWh. «Wir hatten mit rund 6000 Franken pro Jahr gerechnet, heute sind es nur knapp die Hälfte», sagt das Ehepaar zum SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». Rein finanziell sei es die grösste Fehlinvestition ihres Lebens. 
Die Bauern wollten allerdings nicht die Umwelt retten, sondern eine lukrative Anlage für ihre Altersvorsorge…

Lesen Sie hier wei­ter.… oder hören Sie noch bes­ser die Sen­dung als Pod­cast:


Kom­men­tar:

Die Betrei­ber von Solar­an­la­gen wie die­se Bau­ern füh­len sich als Gut­men­schen, weil man ihnen ein­re­det, die­se Anla­gen sei­en gut für die Umwelt. Und wenn sie dabei noch gut ver­die­nen, füh­len sie sich gleich noch viel bes­ser.

In Tat und Wahr­heit ver­ur­sa­chen sie enor­me volks­wirt­schaft­li­che Kos­ten, ohne der Umwelt zu nüt­zen. Zudem sind sie tota­le Ego­is­ten: Wenn Solar­strom gefragt ist, ver­brau­chen sie ihn sel­ber… wenn er im Über­fluss vor­han­den ist, dass an den Bör­sen nega­ti­ve Prei­se bezahlt wer­den, sol­len ihnen die ande­ren den Über­fluss für viel Geld abkau­fen. So geht das nicht!

Und die Leu­te von SRF 1 soll­ten sich auch ein­mal ernst­haft mit der Sache befas­sen, bevor sie von Fair­ness schwa­feln.…

Geld macht alt und gutmenschlich

Aha! Und wel­cher unmo­ra­li­sche und in Finanz­fra­gen unter­be­lich­te­te Blöd­mann hat dem Urur­en­kel des gros­sen JD die­se Betei­li­gun­gen abge­kauft… damit sich die­ser end­lich ein umwelt­scho­nen­des Segel­böt­chen kau­fen konn­te?
David Rocke­fel­ler Jr (1941)

Ökonomieprofessor macht Eigenversuch betreffend Gesundheitswesen und subventioniert dieses dabei — ungewollt

Lie­ber Mar­kus, lie­ber H
[Mar­kus = Mar­kus Sau­rer, zwei­ter Epfän­ger ist RM bekannt]

Prof. Z

Vor­ab Euch bei­den ein glück­li­ches (und eini­ger­mas­sen stress­frei­es) neu­es Jahr!
[Dan­ke, gleich­falls Herr Pro­fes­sor!]

Könnt Ihr Euch noch an das Bei­spiel von Frau XY in Ram­sen SH erin­nern, die sich in D behan­deln las­sen woll­te?
[Klar, kön­nen wir: Der Pro­fes­sor hat die­ses Bei­spiel kon­stru­iert und sich gefragt, mit wel­chen polit­öko­no­mi­schen Hin­der­nis­sen die­se Frau kon­fron­tiert sein könn­te — mit vie­len!]

Nun, ich hat­te die Frech­heit, mir für eine Hüft-OP (Revi­si­on) einen kom­pe­ten­ten Chir­ur­gen in Vil­lach (A) anzu­la­chen und gera­de auch die Reha dort zu ver­ein­ba­ren. Seit Weih­nach­ten bin ich wie­der zuhau­se in K (A). Bis jetzt ging alles gut.
[Vor­bild­lich, der Pro­fes­sor will die Sache gleich im Eigen­ver­such veri­fi­zie­ren.]

Bescheid der Hels­a­na: Kei­ne vor­gän­gi­ge Kos­ten­gut­schrift, kei­ne Leis­tung aus der Grund­ver­si­che­rung, nur aus der Spi­tal­zu­satz­ver­si­che­rung. Mein Argu­ment, dass sich die Kos­ten statt auf rund CHF 30’000 in A auf min­des­tens 40’000 in der CH belau­fen wür­den, ver­fing nicht: Die haben zu sehr Angst vor dem BAG und wagen es nicht, das Ter­ri­to­ri­al­prin­zip zu rit­zen.
Also habe ich die CHF 30’000 vor­fi­nan­ziert und erhal­te ca. 10’000 rück­erstat­tet … So wird man unver­se­hens zum “guten Risi­ko”!

Mit einem herz­li­chen Gruss, P