Erfolg der Preisüberwachung bei Cablecom oder Erfolg der Cabelcom bei der Preisüberwachung?

In einer Medi­en­mit­tei­lung vom 16. Okto­ber 2012 lobt sich die Preis­über­wa­chung in der Head­line wie folgt:

Der Preis­über­wa­cher und upc cable­com haben bezüg­lich der Ein­füh­rung des digi­ta­len Fern­se­hens eine zen­tra­le Eini­gung erzielt: Danach wird auf eine Ver­schlüs­se­lung des digi­ta­len Grund­an­ge­bots ins­künf­tig ver­zich­tet. Neu kön­nen 55 digi­ta­le Fern­seh­pro­gram­me (inkl. HDTV-Pro­gram­me) frei und für TV-Gerä­te mit DVB-C-Tuner ohne zusätz­li­che Set-Top-Box emp­fan­gen wer­den. Haus­hal­ten, die über kein ent­spre­chen­des Gerät ver­fü­gen, wird von upc cable­com kos­ten­los ein digi­tal/a­na­log-Kon­ver­ter zur Ver­fü­gung gestellt. Die Mie­te einer Set-Top-Box (4 Fran­ken im Monat) ist für den Emp­fang des digi­ta­len Grund­an­ge­bots nicht mehr nötig. Wei­ter bie­tet der Kabel­an­schluss der upc cable­com ab 2013 einen kos­ten­lo­sen Inter­net­zu­gang mit 2000 kBit/s. Die Ange­bots­ver­bes­se­run­gen gehen mit einer gestaf­fel­ten Erhö­hung des Abon­ne­ments­prei­ses für den Kabel­an­schluss von monat­lich 90 Rap­pen auf 1.1.2013 und wei­te­ren 60 Rap­pen auf 1.1.2014 ein­her.

Da Cable­com im digi­ta­len Fern­se­hen von Swiss­com und ande­ren schon seit län­ge­rem ein­ge­holt und über­holt wur­de, ist sie sicher nicht (mehr) markt­be­herr­schend. Die Preis­über­wa­chung ist somit für die Prei­se von Cable­com gar nicht zustän­dig. Des­halb fragt sich, aus wel­chen Grün­den Cable­com zu einer sol­chen Lösung frei­wil­lig Hand gebo­ten haben könn­te. Wei­ter­le­sen

Don Meierhans

Wir sehen hier den Preis­übewa­cher und den hel­ve­ti­schen Bot­schaf­ter in Deutsch­land — bei­de offen­sicht­lich zuver­sicht­lich und gut­ge­launt — bei ihrem Ver­such, deut­schen Pres­se­gi­gan­ten das Fürch­ten bei­zu­brin­gen.
Die schwei­ze­ri­sche Pres­se ist aller­dings eher skep­tisch: “… der Geg­ner ist eine Chi­mä­re. Ein Pro­blem, das unter mas­si­ver diplo­ma­ti­scher Unter­stüt­zung gelöst wer­den müss­te, ist nicht zu erken­nen.”