CH-Touristiker: Zeit für einen Kurs in Mikroökonomie

«In die­ser Lage Prei­se zu sen­ken, wäre fatal»
Sonn­tags­zei­tung vom 17. Mai 2020 im Gespräch mit Schweiz Tou­ris­mus-Chef Mar­tin Nydeg­ger und Glo­be­trot­ter-Chef André Lüthi (Aus­zug):

SZ:
Für vie­le Fami­li­en waren Schweiz-Feri­en bis anhin zu teu­er. Wer­den die Prei­se nun sin­ken, weil die Hotels um Gäs­te buh­len?

Nydeg­ger: 
Die Hotels sind im Elend und durch die Coro­na-Kre­di­te zusätz­lich ver­schul­det. In die­ser Lage Prei­se zu sen­ken, wäre fatal. Unse­re Gäs­te wis­sen, dass jetzt nicht die Zeit für Schnäpp­chen­jagd ist.

Lüthi: 
Im Gegen­teil, die Prei­se für Schwei­zer Hotels müs­sen etwas rauf. Wenn ich nur noch halb so vie­le Gäs­te wie üblich bewir­ten darf, aber die Kos­ten gestie­gen sind, geht die Rech­nung nicht mehr auf. Ich spre­che jetzt auch als Mit­be­sit­zer eines Hotels im Ber­ner Ober­land.

Nydeg­ger:
Nein, Preis­er­hö­hun­gen lie­gen nicht drin. Eine Preis­kal­ku­la­ti­on soll­te nicht auf einer Kri­sen­la­ge wie jetzt beru­hen, son­dern sich am Nor­mal­zu­stand ori­en­tie­ren.

Kom­men­tar RM:

Bei soviel Öko­no­mie- und Manage­ment­wis­sen, sehen wir schwarz für die den schwei­ze­ri­schen Tou­ris­mus.