Madness-Lügendetektor

Am 26. März 2011 führte Bundesrätin Leuthard in einem Interview gegenüber der Zeitung „Der Bund“ Folgendes aus:

„Falls in den nächsten Jahren mehrere Länder in Europa im grossen Stil auf Solar- und Windenergie setzen, bekommen wir ein riesiges Problem mit der Netzstabilität. Mit einem erhöhten Anteil solcher unregelmässiger Energie wird es eine grosse Herausforderung sein, die Spannung im Netz konstant zu halten. Das bedingt eine völlig neue Konzeption der Netze und gigantische Investitionen in die Leitungen. Die Schweiz als Stromdrehscheibe Europas wird davon betroffen sein – umso stärker, je mehr Strom wir importieren müssen.“

Heute wiederholt Bundesrätin Leuthard ständig, das Energiegesetz (oder die Energiestrategie – man weiss nie so recht, was sie sagen will) werde einer vierköpfigen Familie in den nächsten Jahren jährlich nur rund 40 Franken Mehrkosten bringen.

Damit stellt der Madness-Lügendetektor unzweifelhaft fest, dass Frau Leuthard am 26. März 2011 gelogen hat. Der Einsatz von Flatterstrom bedingt keiner Neukonzeption der Netze und keiner gigantischen Investitionen (Genitiv ist übrigens richtig) in die Leitungen. Andernfalls wäre die heutige Kostenangabe von 40 Franken eine Lüge. (Was wir doch nicht hoffen wollen.)

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