Elfenbeineffekt

snip_20160502133337Indi­en woll­te einst einer Kobra-Pla­ge Herr wer­den und setz­te dazu eine Prä­mie für Köp­fe getö­te­ter Kobras aus. Doch statt Kobras zu jagen, begann die Bevöl­ke­rung, die­se zu züch­ten. Seit­her spricht man in der Regu­lie­rungs­öko­no­mie vom Kobra-Effekt und meint damit uner­war­te­te Kon­se­quen­zen von staat­li­chen Ein­grif­fen in den Markt.

Die Ver­nich­tung von Hun­der­ten von Ton­nen Elfen­bein in Kenya wird die Wil­de­rer auf län­ge­re Sicht sehr freu­en, denn eine wirk­sa­me­re Stüt­zungs­mass­nah­me für den Elfen­bein­preis kann man sich nicht vor­stel­len. Was die Regie­rung von Kenya hier angezäu­selt hat, hät­te auch das här­tes­te Wil­der­er­kar­tell nie geschafft. Die Ele­fan­ten wer­den an ihren nun­mehr noch kost­ba­rer gewor­de­nen Stoss­zäh­nen kei­ne Freu­de haben.

Wie­der ein­mal düm­mer als die Öko­no­mik erlaubt!