Leicht besser — aber immer noch falsch

Das Bun­des­amt für Ener­gie (BFE) schlägt schein­bar im Rah­men einer Revisi­on der Stromversorgungs­ver­ord­nung (StromVV) zwei Neuerun­gen vor: Eine markt­ge­rech­te Be­rech­nungs­me­thode des Verzin­s­ungs­sat­zes von Netz­inves­titionen sowie eine Ände­rung des öko­no­misch abso­lut unhalt­ba­ren Arti­kels 4. Letz­te­rer schreibt heu­te vor, dass zur Be­stimmung des Strom­prei­ses jeweils der kleine­re Wert von Ge­stehungs­kos­ten und Markt­preis zur Anwen­dung kommt.

Bei der Ver­zin­sung der Net­ze wird ein kras­ser öko­no­mi­scher Feh­ler kor­ri­giert, der auf­grund einer Emp­feh­lung des hel­ve­ti­schen Kom­pe­tenz­zen­trums für Kos­ten- und Preis­fra­gen, näm­lich  der Preis­über­wa­chung (damals unter Lei­tung von Dr. Strahm), began­gen wur­de. Etwas kla­rer noch: Der Preis­über­wa­cher war für den kras­sen Feh­ler zustän­dig, nicht etwa für des­sen Kor­rek­tur. Aber wir wol­len ja nicht nach­tra­gend sein…

Die Bestim­mung des Strom­prei­ses bleibt hin­ge­gen grot­ten­falsch. Wenn es für den nahe­zu per­fekt inter­na­tio­nal han­del­ba­ren Strom einen Markt­preis gibt, dann ist der öko­no­misch rich­ti­ge Prei­se eben der Markt­preis (Oppor­tu­ni­täts­kos­ten).