Kategorie: Verkehrspolitik

$BB: Dürfen’s noch ein paar Milliarden mehr sein?

2011, in der Bot­schaft zur Fabi-Vor­la­ge, war die Rede von 108 über­las­te­ten Bahn­hö­fen und einem Inves­ti­ti­ons­be­darf von 1,9 Mil­li­ar­den Fran­ken. Ein Jahr spä­ter bezif­fer­te die SBB die mut­mass­li­chen Kos­ten für Kapa­zi­täts­an­pas­sun­gen auf 2 bis 3,5 Mil­li­ar­den Fran­ken. Heu­te sol­len zur Auf­rüs­tung von 500 Bahn­hö­fen 6,7 bis 10,7 Mil­li­ar­den Fran­ken nötig sein (vgl. Das Halb­tax wird wohl erneut teu­rer — News Wirt­schaft: Unter­neh­men — tagesanzeiger.ch)

Wie Regu­lato­ry Mad­ness in Erfah­rung brin­gen konn­te, wird die Poli­tik vehe­ment durch­grei­fen, sobald die SBB mehr Bahn­hö­fe auf­rüs­ten will als sie besitzt (dies dürf­te in zwei bis drei Jah­ren der Fall sein).

Inzwi­schen set­zen die Ver­ant­wort­li­chen der SBB alles dar­an, das Ange­bot an Stre­cken, Bahn­hö­fen und Zügen noch schnel­ler aus­zu­bau­en als die Ver­kehrs­nach­fra­ge zunimmt. Nur so gelingt es ihnen, die durch­schnitt­li­che Sitz­platz­aus­las­tung nicht über die aktu­el­len 20% im Regio­nal- und 30% im Fern­ver­kehr anstei­gen zu las­sen und das Defi­zit mög­lichst hoch zu hal­ten.

Hohe Defi­zi­te wie­der­um sind unab­ding­bar, damit der Bahn-ÖV wei­ter­hin mas­siv aus Abga­ben der Autos und Last­wa­gen sowie aus Steu­er­mit­teln geför­dert wer­den muss. Nur so wird erreicht, dass die­se Mit­tel nicht noch schlech­ter ein­ge­setzt wer­den.

$BB: Dürfen’s noch ein paar Milliarden mehr sein?

2011, in der Bot­schaft zur Fabi-Vor­la­ge, war die Rede von 108 über­las­te­ten Bahn­hö­fen und einem Inves­ti­ti­ons­be­darf von 1,9 Mil­li­ar­den Fran­ken. Ein Jahr spä­ter bezif­fer­te die SBB die mut­mass­li­chen Kos­ten für Kapa­zi­täts­an­pas­sun­gen auf 2 bis 3,5 Mil­li­ar­den Fran­ken. Heu­te sol­len zur Auf­rüs­tung von 500 Bahn­hö­fen 6,7 bis 10,7 Mil­li­ar­den Fran­ken nötig sein (vgl. Das Halb­tax wird wohl erneut teu­rer — News Wirt­schaft: Unter­neh­men — tagesanzeiger.ch)

Wie Regu­lato­ry Mad­ness in Erfah­rung brin­gen konn­te, wird die Poli­tik vehe­ment durch­grei­fen, sobald die SBB mehr Bahn­hö­fe auf­rüs­ten will als sie besitzt (dies dürf­te in zwei bis drei Jah­ren der Fall sein).

Inzwi­schen set­zen die Ver­ant­wort­li­chen der SBB alles dar­an, das Ange­bot an Stre­cken, Bahn­hö­fen und Zügen noch schnel­ler aus­zu­bau­en als die Ver­kehrs­nach­fra­ge zunimmt. Nur so gelingt es ihnen, die durch­schnitt­li­che Sitz­platz­aus­las­tung nicht über die aktu­el­len 20% im Regio­nal- und 30% im Fern­ver­kehr anstei­gen zu las­sen und das Defi­zit mög­lichst hoch zu hal­ten.

Hohe Defi­zi­te wie­der­um sind unab­ding­bar, damit der Bahn-ÖV wei­ter­hin mas­siv aus Abga­ben der Autos und Last­wa­gen sowie aus Steu­er­mit­teln geför­dert wer­den muss. Nur so wird erreicht, dass die­se Mit­tel nicht noch schlech­ter ein­ge­setzt wer­den.

In der Bahn-Schweiz wählt fast jeder zweite Pendler das Auto

Arbeits­weg: Fast jeder zwei­te Pend­ler wählt das Auto — Schweiz Nach­rich­ten — NZZ.ch

Mei­nes Wis­sens fährt kein Land pro Ein­woh­ner so vie­le Bahn­ki­lo­me­ter wie die Schweiz — aber lei­der erge­ben sehr vie­le davon kaum Per­so­nen­ki­lo­me­ter, weil vie­le Züge mise­ra­bel aus­ge­las­tet sind. Das ist die Fol­ge davon, dass wir aus regio­nal­po­li­ti­schen Grün­den jeden Mist­hau­fen mit einer Bahn erschlies­sen und mit einem Bahn­hof bedie­nen. Die Kos­ten die­ser ver­kehrs­wirt­schaft­lich unsin­ni­gen Erschlies­sung wer­den dem Auto­fah­rer, dem Steu­er­zah­ler und dem Bahn­fah­rer der gut fre­quen­tier­ten Stre­cken auf­ge­bür­det. Und obwohl so die Bahn­fah­rer im Durch­schnitt nur rund 40Prozent der Bahn­kos­ten tra­gen, zah­len die meis­ten von ihnen nicht zu wenig, son­dern im Gegen­teil viel zu viel.

SBBWür­den näm­lich die halb bis ganz lee­ren Züge end­lich auf­ge­ge­ben und die schlecht fre­quen­tier­ten Stre­cken auf Bus umge­stellt, dann wür­den die Bahn­hö­fe und die Haupt­stre­cken nicht mehr durch schlecht besetz­te Regio­nal­zü­ge ver­stopft. Fre­quenz, Tem­po und Aus­las­tung der ver­blei­ben­den Züge könn­ten ohne wesent­li­che Zusatz­kos­ten mas­siv gestei­gert wer­den. Dadurch könn­ten gleich­zei­tig Auto­fah­rer, Steu­er­zah­ler und Bahn­fah­rer ent­las­tet wer­den. Die Bil­lett­prei­se könn­ten bei bes­se­rer Ver­kehrs­qua­li­tät (Fre­quenz, Tem­po) gesenkt wer­den!

Durch die­se ver­kehrs­wirt­schaft­li­che Opti­mie­rung könn­ten ohne Zwei­fel Hun­der­tau­sen­de von Pend­lern auf den Haupt­ver­kehrs­ach­sen ohne Zwang von der Stras­se auf die Schie­ne gebracht wer­den. Im Gegen­zug müss­ten ein paar Tau­send Pend­ler auf Neben­stre­cken auf Bus oder PW umstei­gen.

Doch was tun unse­re Poli­ti­ker und die Bah­nen? Sie beschaf­fen mit Fabi zusätz­li­che Mil­li­ar­den, um das Sys­tem Bahn wei­ter in noch weni­ger effi­zi­en­te Gefiel­de zu trei­ben. Das ist irgend­wie ver­ständ­lich, denn vie­le Poli­ti­ker wol­len vor allem für ihre Regi­on etwas her­aus­ho­len und die All­ge­mein­heit dafür zah­len las­sen. Und die Eisen­bah­nen wol­len mög­lichst noch grös­ser wer­den und noch mehr Eisen­bah­ner beschäf­ti­gen. Somit muss der Bür­ger die­sem Trei­ben Ein­halt gebie­ten. Nein zu Fabi! Erst ist das Sys­tem Bahn zu opti­mie­ren, bevor ihm zusätz­li­che Mit­tel zuge­führt wer­den.

In der Bahn-Schweiz wählt fast jeder zweite Pendler das Auto

Arbeits­weg: Fast jeder zwei­te Pend­ler wählt das Auto — Schweiz Nach­rich­ten — NZZ.ch

Mei­nes Wis­sens fährt kein Land pro Ein­woh­ner so vie­le Bahn­ki­lo­me­ter wie die Schweiz — aber lei­der erge­ben sehr vie­le davon kaum Per­so­nen­ki­lo­me­ter, weil vie­le Züge mise­ra­bel aus­ge­las­tet sind. Das ist die Fol­ge davon, dass wir aus regio­nal­po­li­ti­schen Grün­den jeden Mist­hau­fen mit einer Bahn erschlies­sen und mit einem Bahn­hof bedie­nen. Die Kos­ten die­ser ver­kehrs­wirt­schaft­lich unsin­ni­gen Erschlies­sung wer­den dem Auto­fah­rer, dem Steu­er­zah­ler und dem Bahn­fah­rer der gut fre­quen­tier­ten Stre­cken auf­ge­bür­det. Und obwohl so die Bahn­fah­rer im Durch­schnitt nur rund 40Prozent der Bahn­kos­ten tra­gen, zah­len die meis­ten von ihnen nicht zu wenig, son­dern im Gegen­teil viel zu viel.

SBBWür­den näm­lich die halb bis ganz lee­ren Züge end­lich auf­ge­ge­ben und die schlecht fre­quen­tier­ten Stre­cken auf Bus umge­stellt, dann wür­den die Bahn­hö­fe und die Haupt­stre­cken nicht mehr durch schlecht besetz­te Regio­nal­zü­ge ver­stopft. Fre­quenz, Tem­po und Aus­las­tung der ver­blei­ben­den Züge könn­ten ohne wesent­li­che Zusatz­kos­ten mas­siv gestei­gert wer­den. Dadurch könn­ten gleich­zei­tig Auto­fah­rer, Steu­er­zah­ler und Bahn­fah­rer ent­las­tet wer­den. Die Bil­lett­prei­se könn­ten bei bes­se­rer Ver­kehrs­qua­li­tät (Fre­quenz, Tem­po) gesenkt wer­den!

Durch die­se ver­kehrs­wirt­schaft­li­che Opti­mie­rung könn­ten ohne Zwei­fel Hun­der­tau­sen­de von Pend­lern auf den Haupt­ver­kehrs­ach­sen ohne Zwang von der Stras­se auf die Schie­ne gebracht wer­den. Im Gegen­zug müss­ten ein paar Tau­send Pend­ler auf Neben­stre­cken auf Bus oder PW umstei­gen.

Doch was tun unse­re Poli­ti­ker und die Bah­nen? Sie beschaf­fen mit Fabi zusätz­li­che Mil­li­ar­den, um das Sys­tem Bahn wei­ter in noch weni­ger effi­zi­en­te Gefiel­de zu trei­ben. Das ist irgend­wie ver­ständ­lich, denn vie­le Poli­ti­ker wol­len vor allem für ihre Regi­on etwas her­aus­ho­len und die All­ge­mein­heit dafür zah­len las­sen. Und die Eisen­bah­nen wol­len mög­lichst noch grös­ser wer­den und noch mehr Eisen­bah­ner beschäf­ti­gen. Somit muss der Bür­ger die­sem Trei­ben Ein­halt gebie­ten. Nein zu Fabi! Erst ist das Sys­tem Bahn zu opti­mie­ren, bevor ihm zusätz­li­che Mit­tel zuge­führt wer­den.

NR Fluri/FDP. Die Opportunisten: Liegt im Gotthard ausnahmsweise richtig

Fluri06[1]Lesen Sie zur Vor­be­rei­tung den zwei­fel­haf­ten Bei­trag im Tagi: Spa­gat zwi­schen grü­ner Wie­se und zwei­ter Röh­re — Schweiz: Stan­dard — tagesanzeiger.ch.

Kurt Flu­ri scheint ein Poten­zi­al zu haben, in die­sem Blog zum Dau­er­bren­ner zu wer­den (vgl.Spassbremse hier) … doch zur Sache:

Mit sei­nem Dop­pel­man­dat als obers­ter Schwei­zer Land­schafts­schüt­zer und Mit­glied des Komi­tees für eine zwei­te Gott­hardröh­re, das Hubert Moo­ser im Tagi anpran­gert, sieht der FDP-Natio­nal­rat kein Pro­blem, weiss aber offen­bar sel­ber nicht so recht war­um. Er scheint eher im Sam­meln von Man­da­ten als in deren Inhalt einen Sinn zu sehen. Somit ist wohl dem Zufall zuzu­rech­nen, dass Land­schafts­schutz und die zwei­te Gott­hardröh­re sogar zusam­men­pas­sen. Tat­säch­lich wür­de der Ver­zicht auf die zwei­te Röh­re alter­na­ti­ve Rou­ten über die Alpen wäh­rend Jah­ren mit Ver­kehr voll­stop­fen, die Natur ver­schan­deln und die Alpen­um­welt belas­ten. Dank der zwei­ten Röh­re muss die ers­te Röh­re zur Revi­si­on nur kur­ze Zeit geschlos­sen wer­den, was die­se Belas­tun­gen mas­siv redu­ziert. Also für ein­mal alles rich­tig. Kein Spa­gat.