Category Archives: Rentseeking

Unia und SEV fordern Bindungen, wie sie die Eisenbahnindustrie schon einmal ins Verderben geführt haben!

SpuhlerHead­lines von Hubert Moo­ser, Front­sei­te BaZ, 12. Juni 2014 (Aus­zü­ge)

  • Stu­die der Metron Ver­kehrs­pla­nung AG: Die Schwei­zer Bahn­in­dus­trie ist inter­na­tio­nal gut auf­ge­stellt und kon­kur­renz­fä­hig.
  • Die­se Ent­wick­lung sei haupt­säch­lich von der Stad­ler Rail AG getra­gen wor­den.
  • Die star­ke Posi­ti­on der Schweiz in die­sem Bereich sei aber län­ger­fris­tig nicht ge­sichert.
  • Wol­le die Schweiz aber wei­ter eine füh­ren­de ­Rol­le spie­len, müs­se man die­se Bran­che gezielt för­dern. Die Auf­trag­ge­ber der Stu­die, die Gewerk­schaf­ten Unia und ­Eisen­bah­ner­ver­band (SEV), stel­len ent­spre­chen­de For­de­run­gen: «Betrie­be mit hohem Wert­schöp­fungs­an­teil in der Schweiz soll man bei der Auf­trags­ver­ga­be berück­sich­ti­gen», sagt SP-Natio­nal­rat Cor­ra­do Par­di­ni. SEV-Prä­si­dent Gior­gio Tuti for­dert: Die SBB müss­ten sich in Zukunft stär­ker an For­schung und Ent­wick­lung betei­li­gen.

Kom­men­tar Regu­la­to­ry Mad­ness:

  • Ers­tens hat sich die Stad­ler Rail AG aus der Asche der alten Eisen­bahn­in­dus­trie wie ein Phö­nix erho­ben. Die­ses Pri­vat­un­ter­neh­men — und nicht die Schweiz — hat eine star­ke Posi­ti­on.
  • Zwei­tens wur­de frü­her die Eisen­bahn­in­dus­trie gezielt durch die SBB geför­dert. Lez­te­re hat sich beson­ders stark an F&E von ein­hei­mi­schen Wag­gon- und Loko­mo­tiv­fa­bri­ken betei­ligt.
  • Drit­tens genoss die Eisen­bahn­in­dus­trie mit die­sen k.u.k. Lie­fer­be­zie­hun­gen zur SBB immer mehr das Leben einer geschütz­ten Werk­statt .…. und
  • ging — vier­tens — dar­ob kläg­lich unter.

So nach­zu­le­sen im Kapi­tel 17 “Schie­nen­fahr­zeug­bau” einer Stu­die von Vater­laus, Sau­rer, Spiel­mann, Worm und Zen­häu­sern im Rah­men der Struk­tur­be­richt­erstat­tung des seco (Staat­li­che sowie pri­va­te Regeln und Struk­tur­wan­del, Struk­tur­be­richt­erstat­tung Nr. 28, Stu­di­en­rei­he des seco, Bern 2005).

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Energie“strategie“propaganda X = U

 

Das UVEK will mit Vide­os bei Jun­gen für die „Energie“strategie” 2050 wer­ben, die — genau genom­men und zum Glück — noch gar nicht beschlos­se­ne Sache ist.

Es ist unge­heu­er­lich, mit wel­chen Falsch­aus­sa­gen die Vide­os gespickt sind! Hier nur ein paar Bei­spie­le:

  • Gespar­te Ener­gie sei gespar­tes Geld.
    Das trifft nur für inef­fi­zi­en­te Ener­gie­ein­sät­ze zu. Im Nor­mal­fall spart aber die Schweiz durch den effi­zi­en­ten Ein­satz von Ener­gie enor­me Men­gen an ande­ren Res­sour­cen (Arbeit, Boden, Kapi­tal, Zeit) und erreicht nur dank hohem Ener­gie­ein­satz ihren heu­ti­gen Wohl­stand. Die dro­hen­de Ener­gie­un­ter­ver­sor­gung (sei es durch Ratio­nie­rung oder exor­bi­tan­te Prei­se) wür­de nichts “spa­ren”, son­dern im Gegen­teil unse­ren Wohl­stand absin­ken las­sen.
  • Mit der Energie“strategie” 2050 sol­len für Gebäu­de­sa­nie­run­gen meh­re­re hun­dert Mil­lio­nen Fran­ken bereit­ge­stellt sein.
    In Tat und Wahr­heit fal­len die­se Mit­tel nicht wie Man­na vom Him­mel, son­dern müs­sen mit Steu­ern und Abga­ben auf­ge­bracht wer­den. Effi­zi­en­te Gebäu­de­sa­nie­run­gen las­sen sich durch die ein­ge­spar­te Ener­gie finan­zie­ren, brau­chen also kei­ne sol­chen Zusatz­mit­tel. Bund und Kan­to­ne wol­len aber unwirt­schaft­li­che Gebäu­de­sa­nie­run­gen unter­stüt­zen. Dadurch gewin­nen die Gebäu­de­be­sit­zer, jedoch gewin­nen sie mit Sicher­heit weni­ger als die Nicht-Gebäu­de­be­sit­zer an Steu­ern ver­lie­ren. Die Schweiz wird ins­ge­samt ärmer. Der Bund will die­sen Irr­sinn trotz­dem umset­zen — nur um den Ener­gie­be­darf run­ter­zu­fah­ren, kos­te es, was es wol­le.
  • Neue erneu­er­ba­re Ener­gi­en (PV, Wind) wür­den kei­ne Abfäl­le erge­ben und kei­ne Treib­haus­gas­emis­sio­nen ver­ur­sa­chen. Rich­tig ist, dass Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Wind­rä­der bis zur Mon­ta­ge enor­me Men­gen an Ener­gie ver­brau­chen (graue Ener­gie). Bei der PV ist in vie­len Anwen­dungs­fäl­len noch nicht ein­mal sicher, ob sie — alles ein­ge­rech­net über ihre gesam­te Lebens­dau­er — net­to über­haupt Ener­gie erzeugt oder gar ver­nich­tet. Und natür­lich lan­den PV und Wind­rä­der am Schluss im Abfall. Bei der PV gibt es enor­me Kuba­tu­ren von extrem toxi­schem Mate­ri­al, das als Son­der­müll ent­sorgt wer­den muss. Die­se Ent­sor­gungs­kos­ten wer­den heu­te noch gar nicht ein­ge­rech­net. Sonst sähe die PV noch schlech­ter aus…
  • Mehr erneu­er­ba­re Ener­gie heis­se weni­ger Impor­te. Auch hier wird eher das Gegen­teil ein­tref­fen. PV und Wind­rä­der erge­ben Zap­pel­strom, der, wenn die Son­ne nicht scheint oder der Wind nicht bläst, schlicht aus­fällt. Die Spei­che­rung ist zu teu­er und kann nicht im nöti­gen Aus­mass erfol­gen. Aus die­sem Grund braucht es Koh­le-, Öl-, Gas- und Kern­kraft­wer­ke, die für die aus­fal­len­den Erneu­er­ba­ren jeder­zeit ein­sprin­gen kön­nen. Wenn wir also nicht genü­gend sol­che Back­up-Wer­ke haben, dann müs­sen wir ent­spre­chend Strom impor­tie­ren. Und wenn wir die­se Wer­ke sel­ber vor­hal­ten wol­len, dann müs­sen wir ent­spre­chend Brenn­stof­fe impor­tie­ren. Durch die neu­en Erneu­er­ba­ren wird die Ener­gie­aus­land­ab­hän­gig­keit der Schweiz kaum redu­ziert — ver­mut­lich wür­de sie sogar zuneh­men.
  • Inves­ti­tio­nen in der Schweiz wür­den Arbeits­plät­ze und Know-how made in Switz­er­land schaf­fen. Ja, selbst durch die sinn­lo­ses­te Tätig­keit und Erfin­dung wer­den Arbeits­plät­ze und Know-how geschaf­fen. Die Clean­tech-Lob­by reibt sich schon die Hän­de. Dadurch wür­den aber der Schweiz Res­sour­cen und Know-how für sinn­vol­le­re Tätig­kei­ten ent­ge­hen. Mit unnüt­zen Pyra­mi­den­bau­ten kann man die Leu­te beschäf­ti­gen — aber nicht ernäh­ren. Neben­bei erwähnt, hat sich die Clean­tech-Lob­by, trä­ge gewor­den durch eine Über­fül­le an Aufrä­gen zu her­vor­ra­gen­den Prei­sen, die But­ter von den fleis­si­ge­ren Chi­ne­sen vom Brot neh­men las­sen.
  • Zudem wür­den erneu­er­ba­re Ener­gi­en lang­fris­tig immer bil­li­ger und damit güns­ti­ger als die zuneh­mend knap­pen fos­si­len Ener­gi­en. Ist doch toll. War­um war­ten wir denn nicht ab, bis es so weit gekom­men ist und die Erneu­er­ba­ren nicht mehr geför­dert wer­den müs­sen?
  • Dank der For­schung gebe es heu­te intel­li­gen­te Hei­zun­gen und Häu­ser, die mehr Ener­gie pro­du­zie­ren, als sie ver­brau­chen! Die Hei­zung, die mehr Ener­gie abgibt als sie auf­nimmt kann es aus pickel­har­ten phy­si­ka­li­schen (ther­mo­dy­na­mi­schen) Grün­den nie und nim­mer geben. Das wäre ja dann das Per­pe­tu­um mobi­le oder das Schla­raf­fen­land.

Ein Ener­gie- und Umwelt­de­par­te­ment, das den Leu­ten sol­chen Cha­b­is auf­tischt, muss unver­züg­lich und rest­los aus­ge­mis­tet wer­den.

 

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Energie“strategie“propaganda X = U

 

Das UVEK will mit Vide­os bei Jun­gen für die „Energie“strategie” 2050 wer­ben, die — genau genom­men und zum Glück — noch gar nicht beschlos­se­ne Sache ist.

Es ist unge­heu­er­lich, mit wel­chen Falsch­aus­sa­gen die Vide­os gespickt sind! Hier nur ein paar Bei­spie­le:

  • Gespar­te Ener­gie sei gespar­tes Geld.
    Das trifft nur für inef­fi­zi­en­te Ener­gie­ein­sät­ze zu. Im Nor­mal­fall spart aber die Schweiz durch den effi­zi­en­ten Ein­satz von Ener­gie enor­me Men­gen an ande­ren Res­sour­cen (Arbeit, Boden, Kapi­tal, Zeit) und erreicht nur dank hohem Ener­gie­ein­satz ihren heu­ti­gen Wohl­stand. Die dro­hen­de Ener­gie­un­ter­ver­sor­gung (sei es durch Ratio­nie­rung oder exor­bi­tan­te Prei­se) wür­de nichts “spa­ren”, son­dern im Gegen­teil unse­ren Wohl­stand absin­ken las­sen.
  • Mit der Energie“strategie” 2050 sol­len für Gebäu­de­sa­nie­run­gen meh­re­re hun­dert Mil­lio­nen Fran­ken bereit­ge­stellt sein.
    In Tat und Wahr­heit fal­len die­se Mit­tel nicht wie Man­na vom Him­mel, son­dern müs­sen mit Steu­ern und Abga­ben auf­ge­bracht wer­den. Effi­zi­en­te Gebäu­de­sa­nie­run­gen las­sen sich durch die ein­ge­spar­te Ener­gie finan­zie­ren, brau­chen also kei­ne sol­chen Zusatz­mit­tel. Bund und Kan­to­ne wol­len aber unwirt­schaft­li­che Gebäu­de­sa­nie­run­gen unter­stüt­zen. Dadurch gewin­nen die Gebäu­de­be­sit­zer, jedoch gewin­nen sie mit Sicher­heit weni­ger als die Nicht-Gebäu­de­be­sit­zer an Steu­ern ver­lie­ren. Die Schweiz wird ins­ge­samt ärmer. Der Bund will die­sen Irr­sinn trotz­dem umset­zen — nur um den Ener­gie­be­darf run­ter­zu­fah­ren, kos­te es, was es wol­le.
  • Neue erneu­er­ba­re Ener­gi­en (PV, Wind) wür­den kei­ne Abfäl­le erge­ben und kei­ne Treib­haus­gas­emis­sio­nen ver­ur­sa­chen. Rich­tig ist, dass Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Wind­rä­der bis zur Mon­ta­ge enor­me Men­gen an Ener­gie ver­brau­chen (graue Ener­gie). Bei der PV ist in vie­len Anwen­dungs­fäl­len noch nicht ein­mal sicher, ob sie — alles ein­ge­rech­net über ihre gesam­te Lebens­dau­er — net­to über­haupt Ener­gie erzeugt oder gar ver­nich­tet. Und natür­lich lan­den PV und Wind­rä­der am Schluss im Abfall. Bei der PV gibt es enor­me Kuba­tu­ren von extrem toxi­schem Mate­ri­al, das als Son­der­müll ent­sorgt wer­den muss. Die­se Ent­sor­gungs­kos­ten wer­den heu­te noch gar nicht ein­ge­rech­net. Sonst sähe die PV noch schlech­ter aus…
  • Mehr erneu­er­ba­re Ener­gie heis­se weni­ger Impor­te. Auch hier wird eher das Gegen­teil ein­tref­fen. PV und Wind­rä­der erge­ben Zap­pel­strom, der, wenn die Son­ne nicht scheint oder der Wind nicht bläst, schlicht aus­fällt. Die Spei­che­rung ist zu teu­er und kann nicht im nöti­gen Aus­mass erfol­gen. Aus die­sem Grund braucht es Koh­le-, Öl-, Gas- und Kern­kraft­wer­ke, die für die aus­fal­len­den Erneu­er­ba­ren jeder­zeit ein­sprin­gen kön­nen. Wenn wir also nicht genü­gend sol­che Back­up-Wer­ke haben, dann müs­sen wir ent­spre­chend Strom impor­tie­ren. Und wenn wir die­se Wer­ke sel­ber vor­hal­ten wol­len, dann müs­sen wir ent­spre­chend Brenn­stof­fe impor­tie­ren. Durch die neu­en Erneu­er­ba­ren wird die Ener­gie­aus­land­ab­hän­gig­keit der Schweiz kaum redu­ziert — ver­mut­lich wür­de sie sogar zuneh­men.
  • Inves­ti­tio­nen in der Schweiz wür­den Arbeits­plät­ze und Know-how made in Switz­er­land schaf­fen. Ja, selbst durch die sinn­lo­ses­te Tätig­keit und Erfin­dung wer­den Arbeits­plät­ze und Know-how geschaf­fen. Die Clean­tech-Lob­by reibt sich schon die Hän­de. Dadurch wür­den aber der Schweiz Res­sour­cen und Know-how für sinn­vol­le­re Tätig­kei­ten ent­ge­hen. Mit unnüt­zen Pyra­mi­den­bau­ten kann man die Leu­te beschäf­ti­gen — aber nicht ernäh­ren. Neben­bei erwähnt, hat sich die Clean­tech-Lob­by, trä­ge gewor­den durch eine Über­fül­le an Aufrä­gen zu her­vor­ra­gen­den Prei­sen, die But­ter von den fleis­si­ge­ren Chi­ne­sen vom Brot neh­men las­sen.
  • Zudem wür­den erneu­er­ba­re Ener­gi­en lang­fris­tig immer bil­li­ger und damit güns­ti­ger als die zuneh­mend knap­pen fos­si­len Ener­gi­en. Ist doch toll. War­um war­ten wir denn nicht ab, bis es so weit gekom­men ist und die Erneu­er­ba­ren nicht mehr geför­dert wer­den müs­sen?
  • Dank der For­schung gebe es heu­te intel­li­gen­te Hei­zun­gen und Häu­ser, die mehr Ener­gie pro­du­zie­ren, als sie ver­brau­chen! Die Hei­zung, die mehr Ener­gie abgibt als sie auf­nimmt kann es aus pickel­har­ten phy­si­ka­li­schen (ther­mo­dy­na­mi­schen) Grün­den nie und nim­mer geben. Das wäre ja dann das Per­pe­tu­um mobi­le oder das Schla­raf­fen­land.

Ein Ener­gie- und Umwelt­de­par­te­ment, das den Leu­ten sol­chen Cha­b­is auf­tischt, muss unver­züg­lich und rest­los aus­ge­mis­tet wer­den.

 

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Fairtrade nützt vielen — den Armen aber bestenfalls nichts

Soviel mir bekannt ist, hat es noch nie eine Stu­die gege­ben, die einen nach­hal­tig posi­ti­ven Nut­zen von Fair­tra­de für die angeb­lich unter­stütz­ten Pro­du­zen­ten nach­ge­wie­sen hät­te. Es bleibt bei der in Spe­zia­lis­ten­krei­sen durch­aus bekann­ten Tat­sa­che, dass Fair­tra­de in ers­ter Linie den Fair­tra­de-Funk­tio­nä­ren und den Fair­tra­de-Gross­ver­tei­lern in den Import­län­dern nützt. (Vgl. Hin­weis auf neue Stu­die: Fair­tra­de-Betrie­be ent­loh­nen oft schlech­ter — Kolum­nen — Maxei­ner und Miersch — DIE WELT).

FairtradeAber auch die­se neue Stu­die (Klick auf Bild) der School of Ori­en­tal and Afri­can Stu­dies in Lon­don wird kei­ne ein­zi­ge Haus­wirt­schafts­leh­re­rin und kei­nen ein­zi­gen Haus­wirt­schafts­leh­rer der Schweiz von der Ver­brei­tung des Glau­bens an das Gute in Fair­tra­de unter den Schü­le­rin­nen und Schü­lern abhal­ten. Mit dem neu­en Lehr­plan 21 wird ja dann die Ver­ant­wort­lich­keit im Kon­sum sogar noch ver­stärkt indok­tri­niert.

Wenn wir ein­mal anneh­men wol­len, dass Fair­tra­de den Armen nicht gera­de scha­det, dann ist Fair­tra­de doch trotz allem eine fei­ne Sache: Der Käu­fer erfreut sich des posi­ti­ven Gefühls, etwas Gutes getan zu haben. Migros und Coop erfreu­en sich hoher Umsät­ze und bes­se­rer Mar­gen. Und die Fair­tra­de-Orga­ni­sa­ti­on kann immer mehr Leu­te zu hohen Löh­nen und immer mehr Chefs zu noch höhe­ren Löh­nen ein­stel­len.

 

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Fairtrade nützt vielen — den Armen aber bestenfalls nichts

Soviel mir bekannt ist, hat es noch nie eine Stu­die gege­ben, die einen nach­hal­tig posi­ti­ven Nut­zen von Fair­tra­de für die angeb­lich unter­stütz­ten Pro­du­zen­ten nach­ge­wie­sen hät­te. Es bleibt bei der in Spe­zia­lis­ten­krei­sen durch­aus bekann­ten Tat­sa­che, dass Fair­tra­de in ers­ter Linie den Fair­tra­de-Funk­tio­nä­ren und den Fair­tra­de-Gross­ver­tei­lern in den Import­län­dern nützt. (Vgl. Hin­weis auf neue Stu­die: Fair­tra­de-Betrie­be ent­loh­nen oft schlech­ter — Kolum­nen — Maxei­ner und Miersch — DIE WELT).

FairtradeAber auch die­se neue Stu­die (Klick auf Bild) der School of Ori­en­tal and Afri­can Stu­dies in Lon­don wird kei­ne ein­zi­ge Haus­wirt­schafts­leh­re­rin und kei­nen ein­zi­gen Haus­wirt­schafts­leh­rer der Schweiz von der Ver­brei­tung des Glau­bens an das Gute in Fair­tra­de unter den Schü­le­rin­nen und Schü­lern abhal­ten. Mit dem neu­en Lehr­plan 21 wird ja dann die Ver­ant­wort­lich­keit im Kon­sum sogar noch ver­stärkt indok­tri­niert.

Wenn wir ein­mal anneh­men wol­len, dass Fair­tra­de den Armen nicht gera­de scha­det, dann ist Fair­tra­de doch trotz allem eine fei­ne Sache: Der Käu­fer erfreut sich des posi­ti­ven Gefühls, etwas Gutes getan zu haben. Migros und Coop erfreu­en sich hoher Umsät­ze und bes­se­rer Mar­gen. Und die Fair­tra­de-Orga­ni­sa­ti­on kann immer mehr Leu­te zu hohen Löh­nen und immer mehr Chefs zu noch höhe­ren Löh­nen ein­stel­len.

 

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Autogewerbe: Gemein- oder eigennützig?

Das ist die Frage.

Die Ant­wort ergibt sich aus den sta­tis­ti­schen Daten und bestä­tigt eini­ge öko­no­mi­sche Axio­me (z.B. Eigen­nutz, Gewinn­ma­xi­mie­rung) und polit­öko­no­mi­sche The­sen (Rent­see­king, Regu­la­to­ry Cap­tu­re, Logic of collec­tive action).

Wor­um es geht: Künf­tig sol­len Autos nach sechs statt vier Jah­ren erst­mals auf ihre Fahr­tüch­tig­keit über­prüft wer­den. Der Ver­band der Gara­gis­ten hält einen sol­chen Schritt für ver­ant­wor­tungs­los » Spä­ter zur Fahr­zeug­kon­trol­le: Auto­ge­wer­be sieht Sicher­heit gefähr­det — NZZ.ch

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Autogewerbe: Gemein- oder eigennützig?

Das ist die Frage.

Die Ant­wort ergibt sich aus den sta­tis­ti­schen Daten und bestä­tigt eini­ge öko­no­mi­sche Axio­me (z.B. Eigen­nutz, Gewinn­ma­xi­mie­rung) und polit­öko­no­mi­sche The­sen (Rent­see­king, Regu­la­to­ry Cap­tu­re, Logic of collec­tive action).

Wor­um es geht: Künf­tig sol­len Autos nach sechs statt vier Jah­ren erst­mals auf ihre Fahr­tüch­tig­keit über­prüft wer­den. Der Ver­band der Gara­gis­ten hält einen sol­chen Schritt für ver­ant­wor­tungs­los » Spä­ter zur Fahr­zeug­kon­trol­le: Auto­ge­wer­be sieht Sicher­heit gefähr­det — NZZ.ch

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$BB: Dürfen’s noch ein paar Milliarden mehr sein?

2011, in der Bot­schaft zur Fabi-Vor­la­ge, war die Rede von 108 über­las­te­ten Bahn­hö­fen und einem Inves­ti­ti­ons­be­darf von 1,9 Mil­li­ar­den Fran­ken. Ein Jahr spä­ter bezif­fer­te die SBB die mut­mass­li­chen Kos­ten für Kapa­zi­täts­an­pas­sun­gen auf 2 bis 3,5 Mil­li­ar­den Fran­ken. Heu­te sol­len zur Auf­rüs­tung von 500 Bahn­hö­fen 6,7 bis 10,7 Mil­li­ar­den Fran­ken nötig sein (vgl. Das Halb­tax wird wohl erneut teu­rer — News Wirt­schaft: Unter­neh­men — tagesanzeiger.ch)

Wie Regu­la­to­ry Mad­ness in Erfah­rung brin­gen konn­te, wird die Poli­tik vehe­ment durch­grei­fen, sobald die SBB mehr Bahn­hö­fe auf­rüs­ten will als sie besitzt (dies dürf­te in zwei bis drei Jah­ren der Fall sein).

Inzwi­schen set­zen die Ver­ant­wort­li­chen der SBB alles dar­an, das Ange­bot an Stre­cken, Bahn­hö­fen und Zügen noch schnel­ler aus­zu­bau­en als die Ver­kehrs­nach­fra­ge zunimmt. Nur so gelingt es ihnen, die durch­schnitt­li­che Sitz­platz­aus­las­tung nicht über die aktu­el­len 20% im Regio­nal- und 30% im Fern­ver­kehr anstei­gen zu las­sen und das Defi­zit mög­lichst hoch zu hal­ten.

Hohe Defi­zi­te wie­der­um sind unab­ding­bar, damit der Bahn-ÖV wei­ter­hin mas­siv aus Abga­ben der Autos und Last­wa­gen sowie aus Steu­er­mit­teln geför­dert wer­den muss. Nur so wird erreicht, dass die­se Mit­tel nicht noch schlech­ter ein­ge­setzt wer­den.

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$BB: Dürfen’s noch ein paar Milliarden mehr sein?

2011, in der Bot­schaft zur Fabi-Vor­la­ge, war die Rede von 108 über­las­te­ten Bahn­hö­fen und einem Inves­ti­ti­ons­be­darf von 1,9 Mil­li­ar­den Fran­ken. Ein Jahr spä­ter bezif­fer­te die SBB die mut­mass­li­chen Kos­ten für Kapa­zi­täts­an­pas­sun­gen auf 2 bis 3,5 Mil­li­ar­den Fran­ken. Heu­te sol­len zur Auf­rüs­tung von 500 Bahn­hö­fen 6,7 bis 10,7 Mil­li­ar­den Fran­ken nötig sein (vgl. Das Halb­tax wird wohl erneut teu­rer — News Wirt­schaft: Unter­neh­men — tagesanzeiger.ch)

Wie Regu­la­to­ry Mad­ness in Erfah­rung brin­gen konn­te, wird die Poli­tik vehe­ment durch­grei­fen, sobald die SBB mehr Bahn­hö­fe auf­rüs­ten will als sie besitzt (dies dürf­te in zwei bis drei Jah­ren der Fall sein).

Inzwi­schen set­zen die Ver­ant­wort­li­chen der SBB alles dar­an, das Ange­bot an Stre­cken, Bahn­hö­fen und Zügen noch schnel­ler aus­zu­bau­en als die Ver­kehrs­nach­fra­ge zunimmt. Nur so gelingt es ihnen, die durch­schnitt­li­che Sitz­platz­aus­las­tung nicht über die aktu­el­len 20% im Regio­nal- und 30% im Fern­ver­kehr anstei­gen zu las­sen und das Defi­zit mög­lichst hoch zu hal­ten.

Hohe Defi­zi­te wie­der­um sind unab­ding­bar, damit der Bahn-ÖV wei­ter­hin mas­siv aus Abga­ben der Autos und Last­wa­gen sowie aus Steu­er­mit­teln geför­dert wer­den muss. Nur so wird erreicht, dass die­se Mit­tel nicht noch schlech­ter ein­ge­setzt wer­den.

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Energie“strategie” in der Urek-N: Augen und Ohren zu und durch?

Urek-N Präsi Hans Killer, SVP

Urek-N Prä­si Hans Kil­ler, SVP

Bericht­erstat­tung in NZZ online: http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/energiepaket-soll-aufgeteilt-werden-1.18225423

Nach­dem die Ener­gie­kom­mis­si­on des Natio­nal­rats (Urek-N) an ihrer letz­ten Sit­zung Ein­tre­ten beschlos­sen hat­te, nahm sie am Mon­tag die Detail­be­ra­tung auf. Dem Ver­neh­men nach schei­ter­ten Anträ­ge von SVP und FDP, die Vor­la­ge an den Bun­des­rat zurück­zu­wei­sen …

Hin­ge­gen sprach sich eine Mehr­heit der Kom­mis­si­on dafür aus, eine Auf­tei­lung des Ener­gie­pa­kets in zwei sepa­ra­te Vor­la­gen zu prü­fen. Die Ver­wal­tung hat nun den Auf­trag, einen Vor­schlag zu machen. Die­ser soll bereits im Febru­ar vor­lie­gen. Man hat offen­bar aufs Tem­po gedrückt, um nicht dem Vor­wurf aus­ge­setzt zu sein, mit der Auf­tei­lung die Ener­gie­wen­de ver­zö­gern zu wol­len …

Gegen die Vor­la­gen könn­te jeweils sepa­rat das Refe­ren­dum ergrif­fen wer­den. Aus Sicht der Befür­wor­ter erhöht dies die Chan­cen der Ener­gie­wen­de, weil es damit nicht zu einer Kumu­lie­rung der Geg­ner­schaft kommt wie bei einer ein­zi­gen Abstim­mung.

Kom­men­tar:

Obwohl es immer mehr Hin­wei­se dar­auf gibt, dass sich die Traum­vor­stel­lun­gen von BR Leu­thard — von Stra­te­gie wür­de ich da über­haupt nicht spre­chen — mit an Sicher­heit gren­zen­der Wahr­schein­lich­keit nicht rea­li­sie­ren, dafür aber die volks­wirt­schaft­li­chen Kos­ten explo­die­ren las­sen wer­den, ist die Mehr­heit der Urek-N offen­bar gar nicht bereit, die Sache zu bera­ten. Viel­mehr sucht sie nach Wegen und Tricks, um dem Volk das letz­te Wort zu ent­zie­hen.

Die Ener­gie­wen­de soll nicht ver­zö­gert wer­den? Die ein­zi­ge Wen­de, die nicht ver­zö­gert wer­den darf, ist eine Wen­de die­ser unsäg­lich dum­men Ener­gie­wen­de! Wenn dies das Par­la­ment nicht schafft, dann muss es das Volk rich­ten. Falls es das Volk nicht rich­ten soll­te, dann wird die­se Poli­tik als Scher­ben­hau­fen in der Ent­wick­lung lie­gen blei­ben. All dies mit rasch stei­gen­den Kos­ten. Wo sind die Ret­ter, die die­sem Alb­traum ein Ende berei­ten?

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