Author Archives: Adrian Raass

Der Bundesrat verschwendet unsere Steuergelder

The soci­al respon­si­bi­li­ty of busi­ness is to increa­se its pro­fits, so long as it stays wit­hin the rules of the game, which is to say, enga­ges in open an free com­pe­ti­ti­on without decep­ti­on or fraud.” (Mil­ton Fried­man, The New York Times Maga­zi­ne. Sep­tem­ber 13, 1970)

Der Akti­ons­plan des Bun­des­rats zur gesell­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung der Unter­neh­men ist des­halb eine Ver­schwen­dung von Steu­er­gel­dern.

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Verschwendung von Steuergeldern

Die EU will die staat­li­chen Bei­hil­fen zur För­de­rung von Risi­ko­fi­nan­zie­run­gen für KMUs wesent­lich aus­deh­nen. Denn: “KMU sind vor allem in der Anfangs­pha­se häu­fig nicht in der Lage, ihre Kre­dit­wür­dig­keit nach­zu­wei­sen oder Inves­to­ren zu ver­mit­teln, dass ihre Geschäfts­plä­ne soli­de sind. Unter sol­chen Umstän­den stellt das akti­ve Scree­ning, das von Inves­to­ren vor der Bereit­stel­lung von Finanz­mit­teln für grö­ße­re Unter­neh­men durch­ge­führt wird, im Fall von KMU mög­li­cher­wei­se kei­ne sinn­vol­le Inves­ti­ti­on dar, da die Scree­ning-Kos­ten gemes­sen am Inves­ti­ti­ons­um­fang zu hoch sind.” (Leit­li­ni­en für staat­li­che Bei­hil­fen zur För­de­rung von Risi­ko­fi­nan­zie­run­gen, Abl. C19/4, vom 22. Janu­ar 2014, Rz. 3).

Also sind ent­we­der

  • die Risi­ken sol­cher Finan­zie­run­gen der­art hoch, dass kein pri­va­ter Inves­tor bereit ist, das Risi­ko ein­zu­ge­hen, oder
  • die Kos­ten für die Risi­ko­prü­fung fal­len der­art hoch aus, dass die­se Kos­ten die (unsi­che­ren) spä­te­ren Erträ­ge über­stei­gen.

Die­ses Markt­ver­sa­gen — davon ist in den erwähn­ten Tex­ten pro­mi­nent die Rede — muss somit der Staat behe­ben. Ich fra­ge mich indes, wes­halb der Staat ein Risi­ko ein­ge­hen soll­te, das kein pri­va­ter Inves­tor ein­zu­ge­hen bereit ist, und wie der Staat die Risi­ken eines Vor­ha­bens mit ver­tret­ba­ren Kos­ten abschät­zen möch­te, wenn Pri­va­te dazu nicht in der Lage sind. Wenn denn der Markt hier wirk­lich ver­sa­gen soll­te, dann wird der Staat eben­so ver­sa­gen. Ein Markt­ver­sa­gen liegt hier frei­lich nicht vor. Gera­de die Risi­ko­ka­pi­tal­märk­te sind sehr gut aus­ge­bil­det. Auch Whats­App war mal ein KMU, des­sen Zukunfts­aus­sich­ten mit gröss­ten Unsi­cher­hei­ten behaf­tet waren. Trotz­dem haben sich pri­va­te Inves­to­ren gefun­den.

Hier han­delt es sich um staat­li­chen Akti­vis­mus (“man muss etwas tun”), der den Steu­er­zah­ler viel Geld kos­ten wird.

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Mehr von Berns Politikern

Aus der Bas­ler Zei­tung von heu­te:

BKW-Prä­si­dent [BDP-Natio­nal­rat Urs Gas­che] kri­ti­siert die Plä­ne von Ener­gie­mi­nis­te­rin Leu­thard

Er weist dar­auf hin, dass bei der Still­le­gung eines AKW nicht nur die Gel­der aus den bei­den Fonds zur Ver­fü­gung ste­hen. Dafür gera­de­ste­hen müss­ten auch die betref­fen­den Strom­un­ter­neh­men sel­ber und dann gebe es auch eine Soli­dar­haf­tung der Eigen­tü­mer. So sei­en zum Bei­spiel auch die Mit­tel für die Still­le­gung des AKW Müh­le­bergs vor­han­den – unge­ach­tet des Zeit­punkts der Still­le­gung. Dass der Staat einst einen Teil der Still­le­gungs- und Ent­sor­gungs­kos­ten berap­pen muss, weil den Strom­un­ter­neh­men ein Teil der Mit­tel fehlt, glaubt Gas­che nicht.”

Aha, die Strom­un­ter­neh­men haf­ten und die Eigen­tü­mer der AKWs haf­ten sogar soli­da­risch. Und wer sind die­se Eigen­tü­mer und wem gehö­ren die Strom­un­ter­neh­men? Bei der BKW hält z.B. der Kan­ton Bern fast 53% der Akti­en. Die Aus­sa­ge von Urs Gas­che somit im Klar­text: Weil auch die betref­fen­den Strom­un­ter­neh­men — sprich: zum gröss­ten Teil der Kan­ton Bern — haf­ten und die Eigen­tü­mer der AKWs — sprich: wie­der­um zum gröss­ten Teil der Staat — soli­da­risch haf­ten, ist es unwahr­schein­lich, dass der­einst der Staat für die Stil­le­gungs- und Ent­sor­gungs­kos­ten auf­kom­men muss. Hmm?

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Aus der Weko-Praxis zur Marktabgrenzung

Aus RPW 2012/3, S. 466, Rz. 65: ” Die Fra­ge der genau­en räum­li­chen Abgren­zung kann aber – wie nach­fol­gend auf­ge­zeigt wird – vor­lie­gend offen gelas­sen wer­den. ” Wei­ter auf Sei­te 476, Rz. 69: ” Betref­fend den Markt für Erd­gas­spei­che­rung kann auf­grund der offen gelas­se­nen räum­li­chen Markt­ab­gren­zung das Kri­te­ri­um der Markt­be­herr­schung nicht abschlies­send beur­teilt wer­den.” Gut, es geht dann noch wei­ter. Aber trotz­dem…

Auch nicht von schlech­ten Eltern (RPW 2012/3, S. 479, Rz. 39): ” Auf­grund des rela­tiv hohen Anschaf­fungs­werts eines Elek­tro­ve­los ist aller­dings zumin­dest ein Teil der Kon­su­men­ten bereit, über­re­gio­nal – im kon­kre­ten Fal­le im benach-bar­ten Aus­land – ein­zu­kau­fen. Dies zei­gen die ver­mehr­ten Bezü­ge im süd­deut­schen Raum vor allem im Som­mer 2011, als zwi­schen dem Schwei­zer Fran­ken und dem Euro kurz­fris­tig fast eine Wech­sel­kurspa­ri­tät vor­lag. Durch die Inter­ven­ti­on der Natio­nal­bank (Unter­gren­ze des CHF/€-Kurs von 1.20) zum einen und durch eine Erhö­hung der Händ­ler­ein­stands­prei­se im Euro­raum hat sich die­ser kurz­fris­ti­ge Anreiz aber wie­der ver­min­dert.” Wenn die Preis­dif­fe­ren­zen anwach­sen, ver­grös­sert sich natür­lich auch der rele­van­te Markt. Ent­spricht wohl nicht ganz dem Gedan­ken des SSNIP-Tests — der eh nur bei ex ante zu beur­tei­len­den Sach­ver­hal­ten Anwen­dung fin­den kann -, wel­cher unter ande­rem nach einer “small” und “non-tran­si­to­ry” Preis­er­hö­hung fragt.

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